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AHK Hürth

2011 "SIXPACK"

 

SIXPACK
Die Herbstausstellung der Arbeitsgemeinschaft Hürther Künstler e. V. (AHK) fand traditionell in den Räumlichkeiten der Bürgerhaus-Galerie Hürth statt. Vom 19.10. -14.11.2011 stellten 6 Künstlerinnen- und Künstler unter dem Motto SIXPACK ihre Arbeiten aus. Schaut man nach, beinhaltet der Begriff SIXPACK mehrere Auslegungsmöglichkeiten. Jeder kennt den Sechserträger für Getränke oder den berühmt und berüchtigten Waschbrettbauch, wobei letzterer nur durch intensives Training erreicht werden kann. Die Künstlerinnen und Künstler haben in dieser Ausstellung beides vermittelt. Teils den Sechserträger als Gruppe, durch ihre Arbeiten oder deren Präsentation. Beginnend mit Annelie Caris, die dem Thema der Ausstellung einen Rahmen gab. Unter „Lust und Laune“ fügte sie drei abstrakte Arbeiten mit drei unifarbigen Quadraten zu einem SIXPACK  zusammen. Im Gegenzug dazu eine weitere Darstellung unter der Beschreibung  „Fourpack“, wobei sie wie bereits beschrieben vorging, aber die Anzahl der Bilder auf jeweils zwei reduzierte. Ihre dritte Arbeit löste das Thema wieder auf, indem sie sich alleine auf den menschlichen Körper und dessen Zusammensetzung konzentrierte. Auf die Darstellung des Körpers ließ sich auch Alix Emmanuel ein. Mit vier weiblichen Akten stellte sie sich der Verletzbarkeit des weiblichen Körpers. Verlockend und doch beschützend durch die Verweigerung der gänzlichen Nacktheit. Fast wie eine Warnung dagegen die Bilder zweier  Kickboxer und Bodybilder. Beides zog auf besondere Art und Weise den Faden zum Thema „Hast du schon mein SIXPACK gesehen?“ Der männliche Torso, mit einem verschwitzten Feinrippunterhemd bekleidet, ließ die Anstrengungen für die Erreichung einen solchen Körper nur erahnen. Ein waschechter Kölner machte bei der Konversation über ihre Bilder und der Bedeutung eines SIXPACKS die Bemerkung: “Drunger han ich och ene Sixpäck“, während er sich herrlich den Bierbauch klopfte und dass brachte die Künstlerin auf die Idee „Vun nix kütt nix…ävver!“  Seinem Anspruch, den Grundgedanken seiner Arbeiten zu erfassen, losgelöst von gebundenen Techniken, brachte Bernd Fritz mit seinen Collagen unter den Begriffen Tsunami, Dachau I und II, das letzte Grün oder das geöffnete Herz die Besucher zum nachdenken und  abschließend mit der Arbeit „Einer aus dem SIXPACK“ auf den Punkt. Mit neun Fotografien „Wintersonne in Norwegen“ lockte Ulrike Heidorn den Betrachter in eine Welt, die er entweder kannte oder gerne einmal kennen lernen wollte. Aus dieser Reihe versteckten sich drei Aufnahmen unter vier, auf Leinwand gezogene Fotos, die dadurch eine ganz andere Betrachtungsweise zuließen. Mit modernen Klöppelarbeiten führte sie das Auge des Betrachters zurück zu dem, was diese Technik verlangt, Geduld und Ausdauer. Uli Koch stellte  erstmals Fotografien aus. Seinen Schwerpunkt legte der Bildhauer aber auf sechs Skulpturen aus Steatit. Bei der Betrachtung dieser wurden die Gefühle von Leichtigkeit und Schwere in gleichem Maße geweckt. Verschlungene, nahezu zerbrechliche Arbeiten begegneten kräftigen Stücken und spielten miteinander im Rahmen dessen, was möglich ist. Mit dem Foto „Lapis blau“ zeigte Margaretha Ramezanian was sich in ihren Arbeiten wiederspiegelte. In zwei Vitrinen präsentierte sie Ketten, Anhänger sowie Ohrringe aus Silber und Gold, die teilweise mit Aquamarin, zartrosa Morganit,  Anden-und Feueropal, Onyx oder gefärbtem Spinnenachat ihre Vereinigung fanden. Viel Bewunderung fand die Kette „Financial Times“, bei der sie ausländische Münzen und handgefertigten Papierperlen verwendete.  Die Vernissage eröffnete Bürgermeister Walther Boeker. Petra Zilliken, die Vorsitzende der AHK, führte in die Ausstellung ein. Der Pianist Birk Hien und der Saxofonist Hanno Lenz sorgten für die musikalische Unterhaltung des Abends. Zum Jahresabschluss dankte die AHK allen Besuchern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bürgerhaus-Galerie, sowie der Stadt Hürth für ihre Unterstützung.
Gertrud Vercruysse, 17.11.2011